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„Vom Kirchturmdenken trennen“Fr. 26.11.2010

Weserbergland (joa). Ulrich Meyer, 1. Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes der Unternehmen im Weserbergland, bringt es bei seiner Analyse der Standortentwicklung im Weserbergland auf den Punkt: Soll die Weserbergland-Region wirtschaftlich erstarken, müsse die Politik in Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden „endlich über den eigenen Schatten springen und sich von ihrem Kirchturmdenken trennen“, forderte der Unternehmer anlässlich der Präsentation der Imagekampagne „Wirtschaftsraum Weserbergland“, zu der die Weserbergland AG Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Verbänden, Bildung und Wissenschaft nach Emmerthal eingeladen hatte. Denn, so der AdU-Vorsitzende: Ansiedlungswillige Unternehmen dächten ebenso wie interessierte Arbeitnehmer in geografischen Regionen, nicht in politischen Gebilden wie Kreis- oder Landesgrenzen. Deshalb, so Meyer, sei es nach jahrelangem Diskutieren und Entwickeln von Visionen für die Region nun an der Zeit, „dem endlich Taten folgen zu lassen“. Seine Konsequenz: Die Wirtschaftsförderung der Landkreise und Kommunen muss grenzübergreifend gebündelt werden.

In dieser Zusammenführung von Wirtschaftsförderungsaktivitäten sieht Meyer ein beachtliches Einsparungs- und Verbesserungspotential für die Gesamtregion. „Wir Unternehmer sind bereit, einen Kooperationsschritt zu gehen, um unseren Standort zu sichern und zu stärken“, so der Arbeitgeberverbandsvorsitzende.

Eine Position, die von Hameln-Pyrmonts Landrat Rüdiger Butte, der übrigens als einziger Landrat der drei Mitgliedslandkreise der Weserbergland AG der Präsentation beiwohnte, voll unterstützt. Auch er sei bekanntermaßen ein Befürworter landkreisübergreifender Kooperation, so Butte.

Dass ein gemeinsames Auftreten der drei Landkreise auch die Außenwahrnehmung stärkt, unterstreicht Hans-Ulrich Born, Vorstand der Weserbergland AG: Alle drei Landkreise zusammen wiesen die Fläche von der ungefähren Größe des Saarlandes auf, hätten rund 390 000 Einwohner und etwa 18 000 Unternehmen: „Seit dem Jahr 2000 wird das Weserbergland von den Europa-Behörden in Brüssel als innovative Region wahrgenommen“, erklärt Hans-Ulrich Born.

QUELLE: DEWEZET
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