Startseite | Presse

Vorsitzender Ulrich Meyer dankt dem Festredner Wolfgang SchneiderhanMi. 11.11.2009

Hameln-Pyrmont (geö). Das 60-jährige Bestehen des Arbeitgeberverbandes der Unternehmen im Weserbergland fällt in eine „Zeit des Umbruchs“, betont dessen Vorsitzender Ulrich Meyer. „Eine Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes hat uns in den vergangenen zwölf Monaten mit großer Wucht getroffen.“

Doch Meyer erging sich nicht in Pessimismus, verwies vielmehr anlässlich des traditionellen AdU-Herbstempfanges darauf, dass es dem sich wacker im internationalen Wettbewerb schlagenden industriellen Mittelstand zu verdanken sei, dass „nicht noch schlimmere Verwerfungen und Folgen in unserer Gesellschaft heraufbeschworen“ wurden.

Ohne die geschaffenen Gewinn- und Liquiditätspolster und die unternehmerische Vorsicht wären viele Unternehmen nicht in der Lage, die Krise zu überleben. Richtig war es, mit „großzügigen Kurzarbeitsgeld-Regelungen die Unternehmen in die Lage zu versetzen, ihre Mitarbeiter möglichst lange zu behalten und dadurch einen Know-how-Abfluss zu verhindern“. Auch wenn bereits vom Ende der Krise gesprochen werde, so sei man „noch nicht über den Berg“. Die Politik sei angehalten, attraktive Rahmenbedingungen aus dem Wettbewerb heraus zu schaffen. „Wirtschaftspolitik bedeutet nicht das Festhalten an möglichst vielen Arbeitsplätzen, die dann am Ende doch verloren gehen.“

Die heimischen Unternehmen seien von der Wirtschaftskrise „nicht ganz so negativ getroffen worden“. Meyer: „Richtig gut geht es bestenfalls einem Drittel unserer Mitgliederunternehmen. Richtig schlecht etwa einem Viertel.“ Erneut appellierte Meyer an die Politik, eine Fusion der Landkreise Holzminden, Hameln-Pyrmont und Schaumburg herbeizuführen. Politische Entscheidungen dürften hier nicht an regionalem Proporz gemessen werden.

Als Festredner hatte der AdU mit Wolfgang Schneiderhan den Generalinspekteur der Bundeswehr gewinnen können. Der ranghöchste Offizier referierte über die Sicherheit in der multipolaren Welt und die Rolle Deutschlands. Schneiderhan arbeitete die Bedeutung der Wirtschaft für Krisengebiete heraus. Stabile Verhältnisse können nur dann hinterlassen werden, wenn „wirtschaftliche Perspektiven“ geschaffen werden.

(Quelle: Hamelner Mark der Weser-Region Werbeverlag GmbH– Ausgabe 11.11.2009)
© 2009 ARBEITGEBERVERBAND DER UNTERNEHMEN IM WESERBERGLAND (AdU) e.V., powered by dev4u® - CMS