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Neue Gesellschaft CMP - Investor rettet CemagDi. 06.10.2009

(CK). Nach der Insolvenz der Cemag-Gruppe mit insgesamt neun Firmen und dem Einstieg eines Investors – er investiert insgesamt 20 Millionen Euro – hoffen die heimischen Handwerker darauf, dass sie für ihre erbrachten Leistungen bezahlt werden, wie sie sie vor allem beim millionenschweren Umbau des Klüt-Restaurants, aber auch für andere Aufträge der Gebrüder Ali Memari und Akbar Fard erbracht haben.

Mit Horst Knuhr, dem bisherigen Finanzvorstand des Unternehmens, ist das seit Juni unter dem Namen "La Résidance" firmierende Klüt-Restaurant in eine Betreibergesellschaft überführt worden. Ali Memari Fard (50), der die Unternehmensgruppe als Präsident geführt hatte und weiterhin als Berater tätig ist, sagte, er habe "ausdrücklich darum gebeten", dass noch offene Rechnungen übernommen würden, damit Handwerker und Lieferanten nicht leer ausgehen.

Darauf setzt auch Kreishandwerksmeister Karl-Wilhelm Steinmann. "Ich gehe davon aus, dass die Brüder Fard als seriöse und gestandene Kaufleute ihre Verpflichtungen gegenüber den Handwerkern erfüllen und, in welcher Form auch immer, dafür Sorge tragen, dass das, was aufgelaufen ist, auch bezahlt wird", sagt Steinmann. Dass vor allem Ali Memari Fard sich zum Teil "menschlich enttäuscht" von seinen Mitbürgern gibt, kommentiert Steimann so: "Es gibt auch Handwerker, die enttäuscht sind. Befindlichkeiten gibt es eben auf beiden Seiten." Aber es gehöre zu einer Partnerschaft, dass ordentlich erbrachte Leistungen auch ordentlich bezahlt würden, und das bleibe jetzt abzuwarten. "Nicht zuletzt davon hängt auch der Betrieb des Klütrestaurants ab", glaubt der Kreishandwerksmeister, der es im Übrigen "positiv" findet, dass Ali und Akbar Fard gemeinsam mit dem neuen Investor ein "klares Bekenntnis zum Standort Hameln" abgegeben hätten.

Pure Erleichterung auch beim heimischen Arbeitgeberverband AdU. Dessen Vorsitzender Ulrich Meyer nennt die Tatsache, dass es mit einem neuen Investor, frischem Kapital und dem Namen CMP für die Cemag weitergeht, eine "eindeutig gute Nachricht – für die Familie, die Mitarbeiter und die gesamte Region", wie er sagt. "Ich denke, dass alle sich vor Augen halten sollten, dass bei der derzeitigen Wirtschaftslage diese Situation jeden treffen könnte", so Meyer im Namen der Unternehmer des Weserberglandes. Persönlich freut sich der AdU-Vorsitzende, "dass das, was mühsam aufgebaut wurde und was teilweise gar nicht in Geld aufzuwiegen ist, jetzt weitergeführt werden kann".
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